Was ist OpenClaw? (Die Kurzfassung...)

Veröffentlicht am 4. Februar 2026 um 18:48

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Zusammenfassung

OpenClaw ist eine open-source Plattform mit der man funktionsreiche KI-Agenten erstellen kann.

OpenClaw Agenten laufen lokal auf dem eigenen Computer und werden per Handy (z.B. WhatsApp) gesteuert.

Das Setup ist einfach, eine sichere Konfiguration ist aber aufwändig. Viele Benutzer scheuen diesen Aufwand. Das führt zu gravierenden Sicherheitsproblemen. 

Moltbook ist eine soziales Netzwerk für KI-Agenten, das auf der OpenClaw-Plattform gebaut wurde.

Was ist OpenClaw?

OpenClaw ist eine open-source Plattform mit der man persönliche KI-Agenten erstellen kann, die lokal auf dem eigenen Computer laufen.

OpenClaw wurde vom Österreicher Peter Steinberger entwickelt und war ursprünglich unter dem Namen "Clawdbot" bekannt, wurde später aber zu "Moltbot" und dann zu "OpenClaw" umbenannt.

Was kann OpenClaw?

Ein OpenClaw KI-Agent arbeitet eigenständig auf einem lokalen Computer. Der Benutzer sendet dem Agenten per WhatsApp (oder einem anderen Messenger-Dienst) Aufgaben, die dieser dann plant und ausführt.

Die Fähigkeiten des Agenten sind dabei sehr umfangreich, was ihn einerseits nützlich macht, andererseits aber auch Risiken birgt. Typische Einsatzbereiche sind Produktivitätsmanagement (z.B. mit Notion, Obsidian, Trello), Entwickler-Workflows mit GitHub-Integration sowie persönliche Aufgaben wie Kalender- oder E-Mail-Verwaltung.

Was macht OpenClaw so besonders?

Mehrere Aspekte unterscheiden OpenClaw von anderen KI-Agentenplattformen:

  • Open Source: OpenClaw ist Open Source.
  • Lokale Ausführung: OpenClaw läuft lokal: Die eigenen Daten verlassen den Rechner daher nicht, außer dies wird durch den Aufruf externer Cloud-Dienste explizit getriggert.
  • Handy-Steuerung: Steuerung über Messaging-Tools (WhatsApp, etc.) vom Handy aus.
  • Persistentes Gedächtnis: OpenClaw lernt den Benutzer im Laufe der Zeit immer besser kennen und kann Aufträge damit immer besser verstehen und ausführen.
  • Mächtig durch zahlreiche Integrationen: OpenClaw unterstützt out-of-the-box sehr viele andere Dienste, z.B. Gmail, Google Calendar, Todoist, Obsidian, GitHub, Spotify und viele mehr. Mächtige Workflows können damit ungewöhnlich einfach realisiert werden.
  • Ständig aktiv: OpenClaw hat einen sogenannten "Heartbeat" der die KI-Agenten rund um die Uhr aktiv hält. Dadurch können die Agenten auch proaktiv agieren.
  • Zuverlässige Architektur: Die technische Architektur von OpenClaw ist gut durchdacht und stabiler als bei manch anderen Agenten-Plattformen.

Insgesamt führen all diese Eigenschaften dazu, dass sich OpenClaw Agenten weniger wie ein KI-Bot "anfühlen", sondern eher wie echte Mitarbeiter, denen man über Messenger-Dienste Aufgaben zuteilt und die diese dann ausführen.

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Limitationen und Gefahren

Die Offenheit, Mächtigkeit und der Systemzugriff auf den lokalen Computer bringen gleichzeitig deutliche Sicherheitsrisiken mit sich:

  • Zugriffssicherheit: Bei falscher Konfiguration können OpenClaw-Agenten und lokale Daten über das Internet für Angreifer zugänglich sein. Die OpenClaw Dokumentation erklärt zwar, wie man das verhindert, aber wer diese nicht beachtet, kann schnell in Sicherheitsprobleme laufen. (Ende Januar 2026 wurden z.B. bereits über 21.000 OpenClaw-Instanzen ungeschützt im Netz gefunden.)
  • Prompt-Injection: OpenClaw ist aktuell (noch) anfällig für Prompt-Injection: D.h. bösartige Anweisungen, die in E-Mails oder Webseiten versteckt sind, können unter Umständen das Verhalten der Agenten manipulieren.
  • Datenschutzfragen sind teilweise noch ungelöst.

Kurz gesagt: OpenClaw ist ein junges Projekt. Sicherheit und Reife stehen derzeit noch hinter der Funktionalität zurück.

Das Setup - eine zweischneidige Sache

Das Setup von OpenClaw ist auf zwei Ebenen zu betrachten:

Die reine Installation ist schnell und erfordert wenige Befehle. OpenClaw hat außerdem einen eingebauten Onboarding-Wizard, der einen durch das Grundsetup führt. Mit ein wenig IT-Erfahrung lässt sich OpenClaw in nur 10-15 Minuten komplett aufsetzen.

Eine korrekte, sichere Konfiguration ist aber deutlich mehr Arbeit:

  • Für Remotezugriff wird z.B. SSH-Tunneling empfohlen.
  • Zugangskontrollen müssen konfiguriert werden (z.B. welche Rufnummern dem Agenten Anweisungen geben dürfen).
  • API-Keys müssen hinterlegt und sicher verwaltet werden.
  • Fragen wie Datenspeicherort, Logging und Zugriffsprotokollierung sind zu lösen. Hierzu gibt es bislang keine Unterstützung von OpenClaw, obwohl das im DSGVO-Kontext wichtige Themen sind; Das muss man sich selbst durchdenken und passend lösen.

Insgesamt braucht man für eine korrekte Konfiguration mehrere Stunden Zeit und muss einiges durchdenken.

In welcher Beziehung steht Moltbook zu OpenClaw?

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu Moltbook, das oft zusammen mit OpenClaw erwähnt wird:

Moltbook ist eine Anwendung auf der OpenClaw Plattform. OpenClaw und Moltbook sind aber unterschiedliche Projekte von unterschiedlichen Entwicklern. Moltbook ist ein soziales Netzwerk, das exklusiv für KI-Agenten konzipiert ist: Auf Moltbook generieren Agenten Posts, kommentieren, diskutieren, scherzen und voten sich gegenseitig. Menschen können nur beobachten, aber nicht teilnehmen.

Angeblich wurde Moltbook von einem OpenClaw-Agent namens "Clawd Clawderberg" gebaut (vermutlich unter menschlicher Anleitung seines Benutzers Matt Schlicht).
Das Ganze ist ein interessantes Experiment, das die Interaktion zwischen KI-Agenten beleuchtet, und in dem die KI-Agenten noch autonomer und lebendiger wirken, weil sie menschliches Verhalten in Sozialen Netzwerken "simulieren".


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Quellen

Weitere Hinweise

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