Ihr Unternehmen braucht KI-Kompetenz: Was das konkret bedeutet

Veröffentlicht am 9. Juli 2026 um 15:50

Transparenzhinweis: Bild von KI erzeugt.

Zusammenfassung

Die EU KI-Verordnung (AI Act) verpflichtet seit Februar 2025 alle Unternehmen für ausreichende KI-Kompetenz bei ihren Mitarbeitenden zu sorgen. Ab August 2026 beginnt die Durchsetzung.

Für Unternehmen in Österreich bedeutet das konkret 4 Punkte:

  1. Management: Entscheidungen sind nötig
  2. KI-Kompetenzaufbau: Mitarbeiter:innen müssen ggf. geschult werden
  3. Dokumentation: Nachweise schaffen
  4. Rechtliche Prüfung des KI-Kompetenzprogramms durch einen Rechtsanwalt

Dieser Artikel stellt eine 8-Schritte-Roadmap vor, mit der KMUs die genannten 4 Punkte strukturiert abdecken können.

Die Unternehmensberatung AIPRACT unterstützt Sie mit Schulung, Beratung und aktiver Hands-on Unterstützung gerne auf diesem Weg.

KI-Kompetenz: Was bedeutet das für Sie? 

Ich nenne Ihnen drei Gründe, warum Ihr Unternehmen KI-Kompetenz braucht, was das konkret für Sie bedeutet und was Sie in nur einem halben Tag bereits erreichen können.

Drei Gründe, warum Ihr Unternehmen KI-Kompetenz braucht

  1. Es ist wirtschaftlich sinnvoll: Nur wer Künstliche Intelligenz versteht, kann ihr wahres Potenzial nutzen und Fehler vermeiden.
  2. Es ist ein Wettbewerbsthema: KI entwickelt sich rasant weiter. Wer nicht dranbleibt, hat später umso mehr aufzuholen. Wie kompetent setzen Ihre Mitbewerber KI bereits ein?
  3. Es ist gesetzlich gefordert: Die EU KI-Verordnung (AI Act) verpflichtet Unternehmen bereits seit Februar 2025, für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei allen Mitarbeitenden zu sorgen. Ab August 2026 gelten hier strengere Regeln.

Was ist die gesetzliche KI-Kompetenzpflicht?

Die EU KI-Verordnung (EU AI Act) verpflichtet Unternehmen, nachweislich für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei ihren Mitarbeiter:innen zu sorgen. Welche Maßnahmen oder Schulungen dafür erforderlich sind, hängt davon ab, wie und wofür Ihre Mitarbeiter:innen KI im Unternehmen einsetzen (auch wenn das auf privaten Geräten und ohne Ihr Wissen geschieht).

Die EU-Kommission sowie die österreichische KI-Servicestelle der RTR haben Empfehlungen zur Umsetzung der KI-Kompetenzpflicht und zu Mindestinhalten für KI-Kompetenzschulungen veröffentlicht:

Was bedeutet das konkret?

Vier Bereiche erfordern Ihre Aufmerksamkeit:

KI-Kompetenz-Canvas: 4 Bereiche, die Ihre Aufmerksamkeit erfordern

Im Detail:

🧭 Management:

Sie sollten überlegen, was in Ihrem Unternehmen mit KI bereits geschieht und in Zukunft weiter geschehen soll. Dazu müssen Sie zunächst einmal selbst verstehen (zumindest in Grundzügen), wie sich Künstliche Intelligenz von klassischer Software unterscheidet, wo .die Funktionsweisen, Möglichkeiten und Gefahren von KI 

🖥️ KI-Kompetenzmaßnahmen:

Sie sollten ein KI-Kompetenzprogramm für Ihre Mitarbeiter:innen aufbauen. Das kann Schulungen, eLearnings, schriftliche Anleitungen und anderes umfassen. Passende KI-Kompetenzkurse finden Sie in meinem Schulungsangebot.

Grundsätzlich betrifft das alle Ihre Mitarbeiter:innen, aber nicht jede Person braucht dasselbe Maß an KI-Kompetenz. Es hängt davon ab, wer welche und wie viele Berührungspunkte mit KI hat. (ChatGPT am Handy hat allerdings heute fast jeder.)

Ein KI-Kompetenzprogramm muss nicht aufwändig und teuer sein, aber es muss zum tatsächlichen Bedarf im Unternehmen passen und auch berufliche KI-Nutzung auf privaten Geräten (möglicherweise ohne Ihr Wissen) berücksichtigen. Außerdem sollte es auch kontinuierlich in Zukunft wirken (zum Beispiel neue Mitarbeiter:innen umfassen und die technologische Weiterentwicklung berücksichtigen).

✏️ Dokumentation:

Alle KI-Kompetenzmaßnahmen und Entscheidungen sollten zum späteren Nachweis schriftlich dokumentiert werden. Schulungsnachweise sind unbedingt aufzuheben.

⚖️ Rechtliche Prüfung:

Sie sollten Ihr KI-Kompetenzprogramm rechtlich prüfen lassen. Ein Rechtsanwalt sollte prüfen, inwieweit Ihr konkret geplantes KI-Kompetenzprogramm tatsächlich alle rechtlichen Erfordernisse erfüllt. Je mehr Sie hier bereits vorgearbeitet haben, desto schneller und billiger wird diese Prüfung in der Regel ausfallen.

Die Roadmap zur KI-Kompetenz für KMUs

Um diese 4 Bereiche strukturiert abzudecken, empfehle ich eine Roadmap aus 8 einfachen Schritten.

Roadmap zur KI-Kompetenzpflicht

Die Reihenfolge der Schritte ist als Richtlinie zu sehen, die je nach Situation angepasst bzw. in mehreren Zyklen durchlaufen werden kann. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, die ersten Schritte zuerst schnell und grob zu durchlaufen und dann in einem späteren Durchgang nochmals zu verfeinern.

Die Roadmap im Detail:

  1. KI-Grundverständnis in der Unternehmensleitung aufbauen: Nur wer KI versteht (zumindest in den Grundzügen) kann die richtigen Entscheidungen treffen und Marketingversprechen von realen Möglichkeiten unterscheiden.
  2. Bestandsaufnahme und Grundsatzentscheidungen: Wo stehen Sie und wo wollen Sie mit KI hin? Welche KI-Anwendungen sind im Unternehmen bereits im Einsatz (vielleicht als Teilfunktion anderer Software; vielleicht ohne Ihr Wissen...) und wie ist das zu bewerten?
  3. KI-Richtlinie für das Unternehmen verfassen: In welcher Form ist KI-Nutzung im Unternehmen erlaubt? Was ist nicht erlaubt? Das gibt Ihren Mitarbeiter:innen einen sicheren Rahmen für den Arbeitsalltag und ist für Sie ein Steuerungsinstrument.
  4. KI-Kompetenzaufbau (Grundlagen): Hier geht es um ein allgemeines KI-Verständnis, das jede:r Mitarbeiter:in braucht, unabhängig von konkret eingesetzten Tools. Typische KI-Grundlagenschulungen vermitteln dieses Verständnis.
  5. KI-Kompetenzaufbau (Unternehmensspezifisch): Bei Bedarf vertiefende Schulungen zu den konkret im Unternehmen eingesetzten Tools und Anwendungsfällen.
  6. KI-Kompetenz laufend sicherstellen: Das KI-Kompetenzprogramm sollte auch zukünftige Mitarbeiter (einschließlich externe Mitarbeiter und Leihpersonal) sowie die technologische Weiterentwicklung abdecken.
  7. Anwaltliche Prüfung: Diese Roadmap ist eine fachlich-organisatorische Empfehlung und ersetzt keine Rechtsberatung. Ich empfehle dehalb, die konkrete Ausgestaltung und Dokumentation der Maßnahmen zusätzlich anwaltlich prüfen zu lassen.
  8. Alle KI-Kompetenzmaßnahmen dokumentieren. Wichtig ist eine laufende, lückenlose Dokumentation aller Maßnahmen als Nachweis.

Hinweis: Bewusst nicht Teil der Roadmap sind Tool-Entscheidungen und die technische KI-Einführung im Unternehmen, sowie das dazugehörige Change-Management. Alle diese Punkte sind auch wichtig, aber sie sind nicht Teil des KI-Kompetenzprogramms, sondern parallel dazu zu sehen. Oft sind in Unternehmen auch bereits gewisse Fakten geschaffen (=KI-Tools werden bereits eingesetzt), aber ohne die nötige KI-Kompetenz. Dann besteht dringender Aufholbedarf, denn das ist problematisch und riskant.


Wo bekommen Sie Unterstützung?

Unterstützung bei der Umsetzung bekommen Sie von mir (AIPRACT) und Ihrem Rechtsanwalt:

Unterstützung von Unterstütztung durch
AIPRACT Beratung und Begleitung bei Bestandsaufnahme, KI-Strategie und fortlaufenden Maßnahmen
AIPRACT Schulungen
AIPRACT Verfassen relevanter Dokumente
Ihr Rechtsanwalt Rechtliche Prüfung der konkreten Ausgestaltung des KI-Kompetenzprogramms

Ich biete Ihrem Unternehmen Schulung sowie Beratung & Dokumentation unter dem Motto "KI muss einfach sein", d.h. verständlich, praxisorientiert und ohne unnötige Komplexität.

Was Sie in einem halben Tag erreichen können

In einem halben Tag können Sie kein komplettes KI-Kompetenzprogramm umsetzen. Aber ein Anfang ist möglich! Und Sie kommen weiter, als Sie vielleicht denken!

Ein halber Tag: Mein KI-Workshop für die Unternehmensführung, in dem Sie einen groben Überblick über Funktionsweise und Möglichkeiten von KI erhalten, wir eine erste Bestandsaufnahme machen und dann die Eckpfeiler Ihrer KI-Strategie und Ihres KI-Kompetenzprogramms einschlagen. Interessiert? Kontaktieren Sie mich.

Ein halber Tag: Meine 3-stündige KI-Basisschulung für diejenigen Mitarbeiter:innen, die nur geringe Berührungspunkte mit digitalen Werkzeugen haben und die primär für die Gefahren und rechtlichen Konsequenzen von Fehlnutzung sensibilisiert werden müssen. In vielen Unternehmen ist das der Großteil der Mitarbeiter:innen. Mehr Details hier.

Mit wenig Aufwand ist so ein Start gemacht und bereits viel gewonnen!

Tiefergehende Kurse, wie mein KI-Grundlagenkurs für Management, Büro- und Wissensarbeit oder konkrete Tool-Schulungen (Microsoft Copilot, Langdock, ChatGPT, u.a.) zeigen für regelmäßige KI-Nutzung zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten und fördern dadurch Zeiteffizienz und Innovation. Das erfordert mehr Zeit, aber es lohnt sich.

Auch bei allen weiteren Schritten Ihres KI-Kompetenzprogramms und der KI-Nutzung im Unternehmen unterstütze ich Sie gerne.

KI-Kompetenz ist kein Selbstzweck

Damit das KI-Kompetenzprogramm nicht nur Pflichtübung bleibt, sondern dem Unternehmen auch etwas bringt: Beginnen Sie mit Ihren KI-geschulten Mitarbeiter:innen, Künstliche Intelligenz im Unternehmen gezielt zu nutzen. Wer KI versteht, erkennt, wo KI Routinearbeiten abnehmen kann und wo andererseits klassische Software oder menschliche Arbeitsleistung weiterhin besser geeignet sind.

Es macht also Sinn, konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren und mit KI gezielt zu unterstützen. Auch dabei helfe ich Ihnen gerne. Kontaktieren Sie mich einfach.


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Quellen

Weitere Hinweise

Transparenzhinweis zu KI-Nutzung: Inhaltlich stehe ich als Mensch hinter diesem Artikel. Künstliche Intelligenz wurde beim Verfassen dieses Artikels unterstützend eingesetzt, insbesondere im Entwurfsprozess, für die sprachliche Verfeinerung (Grammatik- und Rechtschreibprüfung, Formulierung einzelner Sätze), für Recherchetätigkeiten, für Übersetzungstätigkeiten, sowie zur Unterstützung der redaktionellen Überprüfung.

Haftungsausschluss: Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellen keine professionelle, rechtliche, finanzielle oder betriebswirtschaftliche Beratung dar. Das Feld der künstlichen Intelligenz entwickelt sich rasant weiter, und der Autor übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Inhalte und lehnt jede Haftung für Handlungen ab, die auf Grundlage dieser Inhalte vorgenommen werden.